26.07 - 31.07.2016

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Tram del Papa. Franziskus – ein Papst, der mit der Bahn fährt

2016-07-28 / Papież Franciszek


Vor der Kurie auf der Franciszkańska Straße gab es bis jetzt keine Bahnhaltestelle. Ab heute schon – nur für einen Tag – die Haltestelle “Franziskus”.

Zu der feierlichen Begrüßung auf dem Weltjugendtages ist Papst Franziskus mit einer einfachen Straßenbahn der Bahngesellschaft MPK gefahren.

„MPK bereitet sich schon seit langer Zeit auf dieses besondere Ereignis vor. Papst Franziskus fuhr als Kardinal mit dem öffentlichen Verkehr, jetzt wird er schon als Heiliger Vater der Krakauer Bahn fahren. Das ist eine besondere Straßenbahn, einer der neuen aus Krakau, die seit letztem Jahr in der Hauptstadt von Kleinpolen fahren. Danach wird die Bahn den Einwohnern wieder als normale Straßenbahn dienen, die an dieses Ereignis erinnert“ sagt Marek Gancarczyk, der Pressesprecher von MPK SA.

„Mit Sicherheit fühlen wir uns hervorgehoben. Der Papst hat schon einige Transportmittel gewählt und wir freuen uns, dass er dieses Mal die Straßenbahn wählte“ sagt Małgorzata Rzyczniak, eine Mitarbeitern der Marketingabteilung des MPK.

Ich hatte zwei Träume…


Zusammen mit dem Papst zur Błonia-Wiese sind Menschen mit Behinderung gefahren, die aus verschiedenen Organisationen, die mit dem Organisationskomitee des WJT zusammenarbeiten, ausgewählt wurden. Ihre Betreuer begleiteten die Menschen mit Behinderung.

Die zehnjährige Asia Korniak ist leicht nervös. „Ich hatte dieses Jahr zwei Träume, der größte war meine Erste Heilige Kommunion, der zweite ein Treffen mit Papst Franziskus“ sagt sie. „Das ist eine große Hervorhebung für meine Tochter, wie eine Entschädigung dafür, dass ihr Leben nicht in Fülle genießen kann, wie andere Kinder ohne Behinderung“ sagt der Vater des Mädchens Piotr Korniak.

Rafał Kopacz aus der Gemeinschaft der kleinen Freunde von Papst Franziskus leidet an einer geistigen Behinderung hohen Grades. „Er erlebt das alles auf seine Weise, aber ich weiß, dass er sehr aufgeregt ist“ sagt seine Mama Jadwiga Kopacz. „Mein erster Kommentar lautete: »Gott ist Barmherzig!«“ sagt sie.

Es sind auch Jugendlichen aus dem polnischen Blindenverband in der Bahn mitgefahren. „Im Juni wurde ich von dem Verband angerufen mit dem Angebot mit der Bahn zu fahren und ich hatte nur einen Moment für die Entscheidung Zeit, da die Schlange lang war“ erinnert sich Klaudia Ożóg.

Als Michał Zegan über seine Erwartungen gefragt wird, sagt er, dass er keine Ahnung hat was passieren wird. „Papst Franziskus tut viele unerwartete Sachen“ gibt er mit einem Lächeln hinzu.

Die Schlüssel von Krakau für den Heiligen Vater


Bevor Papst Franziskus in die Bahn mit der Aufschrift: „Tram del Papa“ stieg, übergab ihm der Bürgermeister von Krakau Jacek Majchrowski die Schlüssel zur Stadt.

Von dem Vorstand des MPK erhielt der Papst als Erinnerung ein kleines Model der Papstbahn und ein Ticket.

Die automatsichen Türen schlossen sich und die Bahn fuhr los. Durch das Fenster konnte man sehen wie Papst Franziskus die Menschen mit Behinderung grüßte, die ihn bei der Reise begleiteten. Er setzte sich ans Fenster und grüßte den ganzen Weg lang die Versammelten auf dem Weg.

Agnieszka Kania,
Andrzej Stawiarski

Übersetzung: Anna Szargiej
Fot. Tytus Stachowiak

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