26.07 - 31.07.2016

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2016-07-28 / Papież Franciszek

Das mehrstündige Warten hat sich gelohnt. Papst Franziskus hat sich gemäß der von Johannes Paul II begonnenen Tradition im berühmten Papstfenster des Krakauer Erzbischofspalasts in der Franciszkańska Straße gezeigt. Pilger machten Krach.

Sonne und Wolken konnten die ausdauerndsten Pilger nicht aufhalten, die sich seit 10 Uhr morgens vor dem Papstfenster versammelt haben. Beata Drużkowska, Gabi Pytel i Marysia Żak, Freiwillige aus Wadowice, nutzten ihren einzigen freien Tag, um Franziskus live zu sehen. „Wir sind aus dem familiären Städtchen des Erfinders des Weltjugendtages. Da konnten wir diesen Moment nicht verpassen“, erzählen sie strahlend.

„Wir warten hier schon seit 16 Uhr, aber freuen uns so sehr, den Papst zu sehen, dass wir gar nicht müde werden“, beteuert  Beata Waligórska, „Durch diese Einheit der hier versammelten, fühlen wir uns tatsächlich wie in einer großen Familie der Kirche.“  

Mehr Kraft

Auf der  Franciszkańska Straße versammelten sich nicht nur Pilger. Den Fahrweg des Papstes sicherten Hunderte Beamte ab. Sergeant Krystian Sługiewicz verschweigt die Müdigkeit zwar nicht, aber die Kraft der Pilger macht ihm Mut. Außerdem ist Priester Krzysztof Rzepczyński spontan nach Krakau gekommen. „Heute warten wir alle auf Papst Franziskus. Aber der heilige Johannes Paul II, der die Weltjugendtage angefangen hat, ist heute auch mit uns“, erklärt er, „Wir lieben den Petrus unserer Zeit, denn er ist der Vertreter Christi und dies ist die Stärke der Kirche.“

Vier für Papst und drei für Franziskus


„Abba Ojcze“, „Selig die Barmherzigen“ von der Bühne und ein spontanes „Papa Francesco“. Das Warten auf den Heiligen Vater verging nicht ohne Klatschen, Rufgesängen und Liedern. „Sons and daughters of Christ with Pope Francis“, schrie eine Pilgergruppe aus Kalifornien. Die Jugendlichen stimmten gerne in das Klatschen ein. „Wir danken Gott, dass wir hier sein können und den Ort kennen lernen können, von dem aus unser Heiliger gepredigt hat. Wir erleben, dass wir alle eine große Familie sind“, strahlen Nancy Garciamata Fabiola und Sofi Paz Garcia aus Guatemala.

Auf der  Franciszkańska Straße erklangen nicht nur die Hymne des WJT, sondern auch „Barka“, „Abba Ojcze“ sowie Lieder der christlichen Band Siewca Lednica.

„Die Tänze und Lieder, an denen wir beim Warten teilgenommen haben, zeigten uns unsere Einheit in der Kirche“, sind sich die Schwestern Ania und Magda Szuta einig.

Mut und Glaube, dass alles aus einem Grund geschieht

„Vor drei Jahren bin ich in die Kirche zurückgekehrt. Nach Krakau bin ich mit einer Gemeinschaft gekommen. Nun hörte ich Worte der Stärkung. Papst Franziskus erinnerte an einen an Krebs verstorbenen Jungen, während auch mein Vater gerade im Sterben liegt. Ich bin Arzt und heute habe ich realisiert, dass es meine Berufung ist, Menschen zu helfen“, erwidert Fabio Henrique O. Silva gerührt.

Gleich nachdem der Papst aus dem Fenster verschwunden ist, nahmen sich die Jugendlichen in die Arme und sangen den Appell von Jasna Góra. „Dieser Abend war besonders. Ich habe schwierige, aber lang erwartete Worte gehört“, teilt Agnieszka Głodziak ihre Erfahrung mit.

„Für mich war dies die einzige Möglichkeit, den Papst zu sehen. Und ich will mehr, es war nicht genug!“, erzählt Aneta Matusik. „Es war ein unglaubliches Erlebnis. Wie der Heilige Vater über die Aufopferung von Maciej in seiner Arbeit für den Weltjugendtag erzählt hat, hat mich sehr berührt“, fügt Julianna Pawlak hinzu.

Nach dem Segen des Papstes hatten die Jugendlichen absolut keine Lust mit dem Feiern dieses Erlebnisses aufzuhören, im Gegenteil, sie feierten und sangen alle noch zusammen und hielten den Moment auf gemeinsamen Bildern fest.

„Man fühlt die Jugend bei allem, was hier geschieht, durch das gemeinsame Feiern, Singen, das alles gibt uns Kraft und zeigt uns Gott“, beteuert Anna Sus.

Dieses kurze Treffen der Jugendlichen mit dem Heiligen Vater gab ihnen viel Freude, doch wie sie selber zugeben, wollen sie noch mehr, um so viel Kraft wie möglich aufzusaugen, damit dies in ihrem zukünftigen Leben Früchte bringt.

Katarzyna Radwańska
Aneta Krzeszowska
Foto Mariusz Cygan

Übersetzung: Ola Dykas
Korrektur: Alexander Tyborski


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