26.07 - 31.07.2016

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Papst Franziskus auf Jasna Góra: Gott ist konkret!

2016-07-28 / News


Heute ist der zweite Tag von Papst Franziskus in Polen. Nach dem Besuch bei den Prezentki- Schwestern und Kardinal Macharski, ist Papst Franziskus nach Częstochowa zu Jasna Góra gefahren. Um 10.30 Uhr begann die feierliche Messe angefangen.


Zusammen mit ihm sind polnische Bischöfe und Priester zum eucharistischen Tisch herangetreten. Unten den Personen, die sich nah am Altar befanden, war u.a. das Präsidentenpaar als Vertreter des Landes. Die Eucharistiefeier hat mit dem Lied “Bogurodzica“ [dt. “Gottesgebärerin“, das älteste religiöse Lied und der älteste poetische Text Polens - Anmerkung der Übersetzerin] begonnen: die Heilige Messe wurde als Danksagung für den 1050. Jahrestag der Taufe von Polen gefeiert und dieses Lied hat durch die Jahrhunderte das glaubende polnische Volk begleitet.

In seinem Wort zu der so zahlreich gesammelten Menge von Gläubigen betonte der Papst: Gott ist konkret. Aus den heutigen Lesungen gibt sich heraus, dass im Wirken von Gott alles konkret ist: Die Weisheit Gottes “wirkt als Schöpfer“ und “spielt“ (vgl. Spr 8,30). Das Wort ist Fleisch geworden, wird von der Mutter geboren, unter das Gesetz getan (vgl. Ga 4,4), hat viele Freunde und nimmt an der Hochzeit teil:  der ewige Gott kommuniziert sich mit den Menschen, zusammen mit ihnen die Zeit verbringend und das geschieht in den konkreten Situationen.

“Auch eure Geschichte, die durchwirkt ist von Evangelium, Kreuz und Treue zur Kirche, hat die positive Ansteckung eines echten Glaubens erlebt, der von Familie zu Familie, vom Vater an den Sohn und vor allem von den Müttern und den Großmüttern übertragen wurde, denen so viel Dank gebührt. Im Besonderen habt ihr die konkrete und vorsorgliche Zärtlichkeit der Mutter aller mit Händen greifen können – dieser Mutter, die zu verehren ich als Pilger hierhergekommen bin und die wir im Antwortpsalm als » Stolz unseres Volkes « (Jdt 15,9) gegrüßt haben“ sagte Papst Franziskus auf Jasna Góra. Er äußerte sich auch zu den Zeichen der Zeit, die wir nicht nur in der Kirche deuten müssen: „In Maria finden wir die volle Übereinstimmung mit dem Herrn: Mit dem göttlichen Faden verknüpft sich so in der Geschichte ein „marianischer Faden“. Wenn es irgendeinen menschlichen Ruhm, irgendein Verdienst unsererseits in der Fülle der Zeit gibt, dann ist es sie: Sie ist jener vom Bösen freigehaltene Raum, in dem Gott sich gespiegelt hat; sie ist die Treppe, die Gott gegangen ist, um bis zu uns herabzusteigen und für uns nahe und konkret zu werden; sie ist das deutlichste Zeichen der Fülle der Zeiten“ betonte der Heilige Vater.
Für die Gläubigen war die Teilnahme an der besonderen Eucharistiefeier ein großes Erlebnis

„Es ist für mich unglaublich, dass es mir im Leben gelungen ist eine Heilige Messe mit den Päpsten zu feiern. Ich erinnere mich im Jahre 1991 an die Messe im Rahmen des Weltjugendtages. Vor genau zehn Jahren war ich auch hier, als Papst Benedikt XVI. nach Polen kam. Das heutige Treffen bereitet mir große Freude“ sagt Grażyna aus Bydgoszcz.

„Vor zehn Jahren erkannte ich während des Treffens mit Benedikt XVI., dass ich zur Ehe berufen bin. Heute werde ich während des Treffens mit Papst Franziskus um ein gutes Ehesakrament beten, welches ich in 2 Wochen empfange“ gibt Paweł hinzu.

Für den Besuch von Papst Franziskus auf Jasna Góra wurden zwei spezielle Throne vorbereitet. Einer von ihnen wurde in der Kapelle der Gottesmutter aufgestellt, wo Papst Franziskus zum Gebet vor der Messe betete und der zweite neben dem Alter. Die Paulinerbrüder haben als Geschenk für den Papst eine Ikone der Gottesmutter von  Częstochowa und einen Kelch vorbereitet. „Am Fuße des Kelches befinden sich drei Medaillons: eins mit der Gottesmutter von Jasna Góra, das zweite mit dem Wappen des Paulinerordens und dem Wappen des Papstes“ beschreibt der Pressesprecher des Klosters, Vater Sebastian Matecki. So ein gleicher, der Papst Franziskus geschenkt wurde, wird durch den Heiligen Vater bei der Eucharistiefeier genutzt werden und nach diesem großen Ereignis als Erinnerung in dem Kloster auf Jasna Góra bleiben.“

Angelika Sitek
Übersetzung: Joanna Oślak, Anna Szargiej
Fot. Marcin Mazur


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