26.07 - 31.07.2016

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Der perfekte Papst?

2016-07-30 / News

Derperfekte Papst?


Am 28. Juli durften Anwesende im Weltjugendtag 2016 in Krakau Zeugender im Blonia Park stattfindenden Begrüßung der Jugendlichen durchPapst Franziskus sein. Ein zentrales Ereignis, welches zumal neueIdentifikationsmöglichkeiten mit dem kirchlichen Oberhauptgeschaffen hat. Zwanghaft rufte die Veranstaltung den Vergleich zumGründer der WJT, Johannes Paul II, auf – ein nicht ganz Günstigerfür Papst Franziskus.


Der katholische Weltjugendtag (WTJ) ist nicht nur für die Jugendeines der wichtigsten Ereignisse geworden. Hierfür ist derGründervater und zugleich polnische Nationalheld Johannes Paul IIverantwortlich. Dieser hat die gesamte kirchliche Gemeinde mit derEinführung der alle zwei bis vier Jahre stattfindendenRiesenveranstaltung für immer belebt. Er setzte aber auch eine hoheErwartung an jeden folgenden Papst in die Welt, als ein Versteher undAktivist der jungen Generation. Ein für Papst Franziskus zu hoherMaßstab?


Nach der Begrüßung wurden viele Zeugen und intensive Mithörer derletzten Auftritte des Papstes nach ihren Reaktionen und Empfindungen,die sie an ihn davor und danach richteten, befragt. Für Iza undAneta (45), die beide Krakau leben und beide sich der „GenerationJohannes Paul II“ zuschrieben, fehlte es dem gegenwärtigen Papstnämlich an Spontanität, obwohl über die Offenheit seinerPersönlichkeit keine Einwände vorhanden waren. „Der heilige Vaterwirkt etwas müde“, fand auch Magda aus Krakau, was vor allem denKontakt zu Jugendlichen erschwert haben könne. Besonders aufgefallensei dies „bei der Vorstellung der Länder“ gewesen. Währenddieser war nämlich kaum eine Reaktion auf die willkommengeheißenenLänder vom Pontifex zu sehen. Auf den Auftritt Südamerikas und Argentinies, seines Heimatlandes also, reagierte er bescheiden miteinem Lächeln und Winken. Die Zeugen Johannes Paul II erinnertenseine Spontanität, die er in Auftritten im heute als Papstfensterbekannten Ortes geliefert hat. Um nicht nur den vor denBischofspalast versammelten und von ihm geliebten Christenzuzuwinken, sprach er damals, er habe „höher und höher“ steigenwollen, wie die TVP Dokumentation preisgibt, sodass er letztendlichstand und die Menschen durch Witze unterhielt oder lockere Gesprächegeführt hat. Diese Spontanität „fehlt[e] dem heutigen Papst“,wie Iza bemerkt.


Der Vergleich ist somit der älteren Generation nicht wegzudenken.Ist die Konkurrenz des Johannes Paul II zu stark? Auf keinen Fall.Selbst die bereits genannten Gefragten hatten im Großteil einenpositiven Eindruck vom Papa Francesco. „Er hat sogar Facebookerschüttert“, meinte die Polin Iza. Sowohl ihr als auch allenanderen gefiel sein „warmes Auftreten“ und „Begrüßung“ beimAuftakt am 27. Juli. Fragt man noch jüngere, ausländische Pilger,die mit Karol Wojtyla keine direkte Erfahrung machen konnten, die, anwelche Papst Franziskus seine richtete, so hört man kaum einschlechtes Wort. „Er ist perfekt“, hielt die die junge Mandy ausLos Angeles, USA, fest. Durch seinen „starken Glauben“ undvorbildliche Taten, wie die ökologische Ankunft in einer Straßenbahnmit Behinderten, zeigte er ein „gutes Vorbild durch Taten, stattdurch Worte“, sodass er „anspornt[e] und motiviert[e]“,ebenfalls wohltätig und verantwortungsvoll zu handeln, meinte der18-jährige Dany aus Irak. Dany wohnt mit seinen Eltern in Schwedenund ist als Student sowie engagierter Christ auf dem besten Weg, sichbis zu seiner Reife zum guten Menschen zu entwickeln. Und genau fürdiesen Weg ist ihm der heutige Papst eine wichtige Stütze.Selbstbewusst hielt er fest, dieser sei für ihn „wie Jesus“gewesen, der durch Taten als Vorbild fungiert und Menschen führe. 


Jeder Pontifex Maximus wird also individuelle Stärken und Schwächenaufzeigen, wobei vom Franziskus nicht viel mehr zu erwarten wäre.Was waren also noch die Erwartungen an ihn? Dany antwortete hierauf:„Er soll präsent sein. Sich der Welt zeigen und vor allemMinderheiten beweisen, dass er auch für diese da ist“, meinte er,sich auf Christen aus dem Balkan beziehend. Hoffen wir also auf seinestarke Präsenz in der heutigen Welt, damit er nicht im Schatten desPapstes vorheriger Generation steht. Wie er selbst sagt, soll dieneue Generation immer die neue überholen. Das wünscht ihm bestimmtauch Johannes Paul II. 


Szymon Reich

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Am 28. Juli ist Papst Franziskus mit einer feierlichen Zeremonie beim Weltjugendtag 2016 in Krakau durch die Jugendlichen begrüßt worden. Ein zentrales Ereignis, welches neue Identifikationsmöglichkeiten mit dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche geschaffen hat.

Die Begrüßung des Papstes auf der Blonia-Wiese rief zwanghaft den Vergleich zum Gründer des Weltjugendtags, Johannes Paul II., hervor – ein nicht ganz günstiger Vergleich für Papst Franziskus.

Der Weltjugendtag ist nicht nur für die Jugend eines der wichtigsten Ereignisse geworden. Hierfür ist der Gründervater und zugleich polnischer Nationalheld Johannes Paul II., der die gesamte kirchliche Gemeinde, durch die alle zwei bis vier Jahre stattfindende Großveranstaltung für immer belebt hat. Er setzte somit aber auch eine hohe Erwartung in jeden folgenden Papst, ein Vertreter und Aktivist der jungen Generation zu sein. Eine recht schwere Herausforderung für Papst Franziskus?

Für Iza und Aneta (45), die beide in Krakau leben und sich der „Generation Johannes Paul II“ zuordnen, fehle es dem gegenwärtigen Papst an Spontanität, obwohl sie gegenüber der Offenheit seiner Persönlichkeit keine Einwände hatten. „Der heilige Vater wirkt etwas müde“, fand auch Magda aus Krakau, was vor allem den Kontakt zu Jugendlichen erschweren könnte. Besonders aufgefallen sei ihr dies bei der Vorstellung der Länder. Während dieser war kaum eine Reaktion, auf die willkommen geheißenen Ländern, vom Pontifex zu sehen. Auf den Auftritt Südamerikas und die damit verbundene Vorstellung seines Heimatlandes Argentinien, reagierte er bescheiden mit einem Lächeln und Winken. Die Zeugen Johannes Pauls II. erinnern sich an seine Spontanität, bei Auftritten am Fenster seines ehemaligen Sitzes als Erzbischof von Krakau, welches heute als Papstfenster bekannt ist. Er wollte jedoch den vor dem Bischofspalast Versammelten nicht nur zuwinken. Es verlangte ihm danach, enger mit ihnen in Kontakt zu treten. Also stand er bald im Fensterrahmen, unterhielt sich locker mit den Menschen und machte Witze in ihrer Heimatsprache. Diese Spontanität „fehlt dem heutigen Papst“, bemerkte Iza hart.

Der Vergleich ist der älteren Generation nicht zu verdenken. Ist die Konkurrenz des Johannes Paul II. zu stark? Auf keinen Fall. Selbst die bereits genannten Befragten hatten im Großteil einen positiven Eindruck vom hl. Vater. „Er hat sogar Facebook erschüttert“, sagt die Polin Iza. Sowohl ihr als auch allen anderen gefielen sein „warmes Auftreten“ und die „Begrüßung“ beim Auftakt am Mittwoch. Fragt man jüngere, internationel Pilger, die mit Karol Wojtyla keine direkte Erfahrung gemacht haben, die, an welche Papst Franziskus seine richtete, so hört man kaum ein schlechtes Wort. „Er ist perfekt“, meint Mandy aus Los Angeles. Durch seinen „starken Glauben“ und vorbildliche Taten, wie die ökologische Ankunft auf der Blonia-Wiese in einer Straßenbahn mit Behinderten, zeigt er ein „gutes Vorbild durch Taten, statt durch Worte“, sodass er „anspornt und motiviert“, ebenfalls wohltätig und verantwortungsvoll zu handeln, fügte der 18-jährige Dany aus dem Irak hinzu. Dany wohnt mit seinen Eltern in Schweden und ist als Student sowie engagierter Christ auf dem besten Weg, sich bis zu seiner Reife zum guten Menschen zu entwickeln. Und genau für diesen Weg ist ihm der heutige Papst eine wichtige Stütze. Selbstbewusst hielt er fest, dieser sei für ihn „wie Jesus“ einst, der durch Taten als Vorbild fungierte und Menschen führe.

Auch wenn die jüngere Generation wahrscheinlich dem Papst positiver gegenüber steht, so waren kaum schlechte Meinungen über ihn zu hören. „Papa Francesco“- Rufe sind in diesen Tage des Weltjugendtages überall in Krakau zu hören. Für die Polen kann er kein Ersatz sein für Johannes Paul II., der immer im Vordergrund stehen wird. Die spanischsprachigen Pilger hingegen freuen sich über das argentinische Oberhaupt. „Er betet in derselben Sprache wie wir“, bemerken sie glücklich. Ein „besserer Papst“ als einer, der „Schwachen und Armen“ hilft, Gott deutlich dient und junge Menschen bewegt, ist kaum vorstellbar.

Jeder Pontifex Maximus hat seine individuellen Stärken und Schwächen, wobei von Franziskus wenig mehr zu erwarten ist. Was wünschen sich die Leute noch von ihm? Dany antwortete hierauf: „Er soll präsent sein. Sich der Welt zeigen und vor allem Minderheiten beweisen, dass er auch für diese da ist“, meinte er, sich auf Christen aus dem Balkan beziehend. Hoffen wir also auf seine starke Präsenz in der heutigen Welt, damit er nicht im Schatten des Papstes vorheriger Generationen steht.


Szymon Reich

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