26.07 - 31.07.2016

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Bischöfe kommentieren den ersten Tag mit dem Papst

2016-07-28 / News


Auf der durch das Pressezentrum organisierten Konferenz kommentierten Erzbischof Stanisław Gądecki und Polens Primas Wojciech Polak den ersten Tag Papst Franziskus in Polen. Sie erzählten auch davon, wie das Treffen des Papstes mit den Vertretern der Bischofskonferenz Polens verlief.

Erzbischof Gądecki bekannte, dass die Atmosphäre des Treffens sehr warmherzig war: „Ich hatte den Eindruck, dass er zu Kindern sprach. Auf Fragen antwortete er einfach, indem er viele Beispiele aus seinem Leben verwendete – aus seiner Zeit als Bischof wie auch aus dem Pontifikat.“

Der Heilige Vater erwähnte auch Kardinal Macharski, der im Koma liegt und welchen man nicht besuchen darf. „Er sagte, dass er sich dorthin begeben wolle, um wenigstens die Wand der Klinik berühren zu können, um so seine Verbundenheit auszudrücken.“, führte Erzbischof Gądecki fort.

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz Polens verriet auch, auf welche Fragen der Papst während des Treffens antwortete. In der ersten Frage ging es um die Säkularisierung Europas und darum, welche Antwort Polen auf die Säkularisierung geben sollte. Das nächste Thema war mit der Barmherzigkeit verbunden und dem, auf welche Art und Weise man unter unseren Bedingungen Zeugen der Barmherzigkeit sein sollte. Eine weitere Frage bezog sich auf das Leben in der Gemeinde. Die letzte Frage thematisierte die Flüchtlinge und wie wir mit ihrer Aufnahme umgehen sollen.

Erzbischof Wojciech Polak wies hingegen auf ein Thema hin, das vom Papst angesprochen wurde. Es ging um ältere Menschen: der Papst ermutigte, Brücken zwischen der Welt der jungen Menschen und derer, die ihre Erfahrungen teilen können, zu bauen. „Am Ende, als er uns segnete, sagte er: 'Denkt an die Großeltern! Denn wenn wir in die Welt der Jugend eintauchen, ist es wert daran zu denken, dass die Jugend eine besondere Aufgabe gegenüber der Gesellschaft und eine riesige Sensibiliät für hilfsbedürftige Menschen hat.‘“

Auf der Pressekonferenz war auch der Presbyter Federico Lombardi gegenwärtig. Er war der Direktor des Presseamtes des Apostolischen Stuhls in den Jahren 2006-2016. In seinem Kommentar zur ersten Pilgerfahrt von Papst Franziskus nach Polen, hob er die Worte des Heiligen Vaters an die Journalisten während der Flugreise hervor. Der Papst sprach von einer Welt, in welcher „Krieg in Stücken“ herrscht. Darin bezog er sich auf das Verbrechen an einem französischen Priester in der Normandie und auf die Situation der Christen und sterbenden Kinder u.a. in Afrika. Wie Pater Lombardi unterstrich, nannte der Papst diesen Krieg nicht einen religiösen, sondern eher einen Krieg der Interessen, Herrschaften und der Länder.

Ewelina Słomka
Fot. Piotr Drzewiecki
Übersetzung: Monika Włoszczyk
Korrektur: Alexander Tyborski

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